Tolle Erinnerungen an die Musik von Eric Woolfson
Auszug aus dem Artikel in der Rheinischen Post vom 24. März 2014
Mönchengladbach
Tolle Erinnerungen an die Musicalstadt
Mönchengladbach. Das Projekt “Gaudi meets Gambler” entführte das Gladbacher Publikum zwei Abende lang in die Musicalwelt von Eric Woolfson. Das Theater im Gründungshaus war beide Male ausverkauft. Im September gibt es eine Wiederholung.
Dass Gladbach den Sprung zur Musicalstadt nicht schaffte, lag nicht an Eric Woolfsons Musik. Die Hits aus dem Musical Gambler begeistern auch heute noch das Gladbacher Publikum. Auch die Songs aus “Gaudi”, dem Woolfson-Musical, das vor etwa 20 Jahren in Aachen und später dann in Köln lief, rissen die Zuschauer mit. Am Ende hielt es das Publikum nicht mehr auf den Plätzen und es wurde stehend applaudiert.
Das Ensemble, bestehend aus John Cashmore, dem langjährigen Hauptdarsteller in “Gaudi”, seiner Frau Kaybee und dem Künstlerehepaar Jeanette und Jörg Zimmermann, zeigte von Anfang an, dass es weiß, wie man die Zuschauer einbindet. Der erste Auftritt der vier erfolgte händeschüttelnd durch den Saal. Bei den großen Hits war das Mitsingen nicht nur erlaubt, sondern erwünscht und bei Forbidden Fruits, den verbotenen Früchten aus “Gaudi”, holt sich Kaybee Cashmore passenderweise einen Tanzpartner aus dem Publikum.
Der erste Teil des Programms umfasst die Gaudi-Hits. Das Musical um den Schriftsteller Don Parker, der sich mit dem spanischen Architekten Antonio Gaudi identifiziert, wurde John Cashmore von Komponist Eric Woolfson praktisch auf den Leib geschrieben. Er hat die Hauptrolle mehr als 700 Mal verkörpert und begeisterte die Gladbacher mit dem wunderschönen “Closer to heaven” und “Parca Guell” (gemeinsam mit Jeanette Zimmermann). Kleine Anekdoten aus der Musical-Geschichte ließen die Zeit vor 20 Jahren wieder lebendig werden. So erzählte Cashmore, dass Komponist Woolfson den Dramaturgen damals nach Barcelona schickte, um zu überprüfen, ob im dortigen Park überhaupt Trauerweiden stehen, wie im Stück behauptet wird. Es stehen keine dort, aber da Hauptperson Don Parker als Träumer geschildert wird, blieb die Trauerweide drin.
Nach der Pause kamen auch die Gambler-Fans auf ihre Kosten. Bei “Eye in the sky” brillierte Jörg Zimmermann auf der E-Gitarre. Das berühmte “Limelight” stand natürlich ebenso auf dem Programm wie “Games people play” und “Golden Key”. Bühnenbild und Beleuchtung (als technische Verstärkung war Cashmores Sohn Richard eigens aus England angereist) waren zurückhaltend, aber effektvoll. Jörg Zimmermann kämpfte zu Beginn mit seinem verrutschenden Headset. Die Musicalfans bemerkten diese Schwäche, ließen sich aber von der Musik und der Ausstrahlung der Künstler mitreißen.
Jürgen Eßer trug eine “Gambler”-Jacke und hatte seine eigenen Erinnerungen an die Gladbacher Musicalzeit. Er hatte bei der Musicalbühne gearbeitet. “Die Liederauswahl ist toll.”
Dörthe und Heinz-Arno Hanraths sind echte “Gambler”- und “Gaudi”-Fans. “Gambler haben wir dreimal und Gaudi zweimal gesehen”, erzählt Dörthe Hanraths. “Das sind großartige Musicals. Schade, dass sie nicht mehr laufen.”
Die Fans der ersten Stunde hat die Erinnerung ins Theater im Gründungshaus getrieben. Wie so viele andere. Beide Vorstellungen am Samstag- und am Sonntagabend waren ausverkauft. Die Truppe um John Cashmore wird deshalb im Monat September nochmals nach Mönchengladbach zurückkommen.
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